Beschreibung
Zum Abschluss unseres neuen kleinen Festivals „Literaturbezirk Nord“ haben wir zwei Lyrikerinnen eingeladen, die es von weit und weiter her nach Norddeutschland gezogen hat. Wie ist es, dort oben Gedichte zu schreiben? Sollte es da hauptsächlich um Wind und Wetter, Wasser und Deiche gehen?
Weit gefehlt, auch wenn zumindest in manchen Gedichten der in Erfurt geborenen, aber längst in Greifswald lebenden Literatin, Künstlerin und Singer-Songwriterin Anne Martin das lyrische Ich zuweilen durch die Dünen wandert. In ihrem Band „sollbruchstellen“ (parasitenpresse) beschäftigt sie sich mit der Welt als zerbrechlichem und gleichzeitig überkomplexem Ort, in dem wir nach Sinn suchen, aber häufig nur Konsum finden. Kein Wunder, dass ihre Texte und Songs da zwischen lächelnder Ironie, nüchternem Achselzucken und heftiger Wut changieren.
Auch Donka Dimova ist nach Norddeutschland umgezogen. Geboren in Burgas, Bulgarien, lebt sie seit dem Studium in Bremen. Sie ist Lyrikerin und Sprachkünstlerin auf Deutsch und Bulgarisch. Die Prosagedichte in ihrem ersten auf Deutsch verfassten Lyrikband (KLAK Verlag) erzählen von den Bewohnern im „Mehrfamilienhaus ohne Aussicht“ (so der Buchtitel), über ihre Erwartungen und das Scheitern, familiäre Dramen und die Suche nach Zukunft, über den Stolz und fehlende Worte. Befragt und zum Sprechen gebracht werden die Nachbarn von Nadezda, deren Name übersetzt Hoffnung bedeutet.
Die beiden Lyrikerinnen wiederum werden befragt von Moderatorin Marlene Jäger, die mit ihnen über ihre Texte und das Schreiben an sich spricht.
Veranstaltet von: Niederrheinisches Literaturhaus und Stadtmarketing Krefeld
Eintritt. 10 /5 Euro
Reservierung: über die Website des Niederrheinischen Literaturhauses
Ort
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Glindholzstraße 196, 47800 Krefeld, Deutschland
